Sonntag, August 24, 2008

Bio einmal anders

Über Bio-Software und was es zu bedeuten hat

Der Begriff "bio" in Kombination mit Software löst Verwunderung aus und das zu Recht. Biologisch kennzeichnet eigentlich eine andere Art der landwirtschaftlichen Produktion. Eine, die sich unter anderem dem Zugriff der Großkonzerne und ihrem alles verschlingenden "Rechtemanagement" zu entziehen versucht. Und da fangen die Gemeinsamkeiten an, die mit dem Begriff "bio" vermittelt werden sollen.

Die Programmierer des Webbrowsers Firefox verwenden den Begriff Bio-Software um auf eine grundsätzliche Andersartigkeit ihres Programmes gegenüber Marktgrößen wie etwa dem Internet Explorer hinzuweisen ->

Unser bekanntestes Produkt, Firefox, wird von einer weltweiten Gemeinschaft tausender Mitwirkender entwickelt, wobei nur ein sehr geringer Prozentsatz tatsächlich Angestellte sind.

Wir werden motiviert von unserer Mission, Offenheit, Innovation und Möglichkeiten im Web zu fördern, nicht von Profitmaximierung oder unserem Aktienkurs (kleiner Hinweis: Wir haben gar keine Aktien).

Wir sind eine gemeinnützige Organisation, deshalb definieren wir unseren Erfolg als Verbesserung der Lebensqualität und der Bildung von Gemeinschaften. Wir sind absolut überzeugt von der Macht und des Potentials des Internets und wollen, dass es sich entwickelt, entfaltet und erblüht, für jeden und überall.

Firefox ist ein Programm unter vielen, das sich der freien, allgemeinen Zugänglichkeit von Software verschrieben hat. Normalerweise wird dies unter "Open Source" zusammengefasst. Die Zugänglichkeit beschränkt sich dabei nicht nur auf die Möglichkeiten der freien Anwendung, sondern, was viel wichtiger ist, es beinhaltet auch die Möglichkeit der Veränderung und Weiterentwicklung des Programmier-Codes des Programmes. Nichts ist versteckt, beschränkt, geheim, begrenzt, verborgen - alles ist frei zugänglich. Und darum geht es der Open Source Community vor allem - ein Internet, das nicht ausschließt, das keine finanziellen Barrieren aufbaut, das nicht in völliger Abhängigkeit vom Wohlwollen von Konzernen ist.

Warum uns das interessieren sollte?

Weil einfach immer mehr unserer persönlichen Daten von Computern, von Handys, von Software erfasst und verarbeitet werden, weil sich die Welt zunehmend vernetzt, weil Austausch und Kommunikation zunehmend digital erfolgen. Und dabei ist es einfach ein besseres Gefühl zu wissen, welcher Software man/frau sich bedient und nicht einfach blind vertrauen zu müssen, dass die in den Software-Konzernen schon unsere Rechte im Auge behalten werden.

Und hier geht es direkt zur Download-Seite der aktuellen Version von ->
Firefox 3.0,
Thunderbird 2.0,
NeoOffice 2.2.4,
VLC media player
...

Montag, August 18, 2008

Behörden- und andere Wege

Unterstützungserklärung zur Nationalratswahl und Schilderwald am Wegesrand

All zu lange dauert es ja nicht mehr bis zur nächsten Nationalratswahl, doch eine Prämiere hat diese kommende für mich schon gebracht. Das erste Mal bin ich zur Gemeinde gefahren, um eine Unterstützungserklärung für eine Partei abzugeben (bis zum Freitag dieser Woche ist es noch möglich und die Formulare gibt es am jeweiligen Gemeinde- oder am Bezirksamt).
Es ist wohl keine große Überraschung, dass meine Unterstützung der
Tierrechtspartei
zugute gekommen ist. Es ist sehr fraglich, ob sie die nötigen Erklärungen schaffen wird, weniger fraglich ist ein eventuelles Abschneiden bei der kommenden Wahl. Und trotzdem war es mir die kleine Mühe wert!
Ach ja, die Gemeindebedienstete war wirklich nett - einerseits meinte sie, sie habe gar nicht gewusst, dass es so eine Partei gäbe und andererseits überlege sie sich nun auch eine Unterstützungserklärung für die Tierrechtspartei abzugeben (hoffentlich tut sie es).

Ich war natürlich mit dem Rad unterwegs - bei dem schönen Wetter.
Was mir schon öfter aufgefallen ist, aber dieses Mal habe ich es auch dokumentiert - ein Wald nimmt in Österreich weiter ständig zu - es ist leider nur der Schilderwald und bald wird man vor lauter Verkehrstafeln die Vorgänge auf der Straße nicht mehr sehen.
Aber nicht nur die schiere Anzahl der Tafeln lässt staunen - auch was alles beschildert werden muss ist verblüffend. Aber dazu ein anderesmal.

Sonntag, August 17, 2008

Ökostrom

Obi macht weiterhin Werbung für Ökostrom

In einer neuen Aussendung werden Obi-Kunden wieder einmal darauf aufmerksam gemacht, doch auf alternativen Strom von Ökostrom
oekostrom® ist Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen - Wind, Sonne, Biomasse und Wasser.
umzusteigen - "den eigenen Kindern zuliebe". Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass ein Wechsel wirklich sehr leicht zu bewerkstelligen ist.
Auch wenn sich Almende für einen anderen alternativen Stromanbieter (->AAE - Alpen Adria Energie) entschieden hat, so ist die Signalwirkung die von so einem Schritt ausgeht, nicht zu unterschätzen. Leider hat die gegenwärtige Regierung die sich dramatisch verschärfende Situation durch die enorm gestiegenen Preise für Heizöl oder Erdgas völlig verschlafen. In der aktuellen Ökostromnovelle sind zwar ein paar der schlimmsten Fehlentwicklungen behoben worden, doch noch immer wird anscheinend auf fallende Ölpreise gesetzt (wie wahrscheinlich das ist, kann sich jeder selbst beantworten).
Zur Zeit bewegen sich die Einspeistarife am Break-even-Punkt, sind also schon konkurrenzfähig und was die Unabhängigkeit von Ölimporten Wert ist, scheint in Politikergehirne noch nicht vorgedrungen zu sein.
Darum heißt es selbst ein Zeichen zu setzen und umzusteigen - jetzt!

Samstag, August 16, 2008

Die Garten gegen den Garten

Gedanken zur Landesgartenschau in Tulln

Die Stadt Tulln verändert sich und versucht sich neu zu präsentieren. Eine Möglichkeit hat sie heuer mit der Landesgartenschau erhalten.

Mit sehr viel Aufwand ist ein Umfeld im Auwaldgebiet zwischen Stadtzentrum und Rosenbrücke geschaffen worden, dass die Stadt weiter zur Donau hin öffnet. Das ist prinzipiell recht positiv, ob die gewählte Gestaltung mit Kanalbaggerungen und aufwendigen Stegen ökologisch gelungen ist, will ich hier nicht beurteilen. Zweifellos laden die Wege zum Spazieren im Auwald, zur Bewegung an der frischen Luft, zum Erleben dieses Naturraums ein.
Was nun die eigentliche Gartenschau betrifft, so ist sie, abgesehen vom gut durchdachten, kolossalen Aussichtsturm, enttäuschemd bieder ausgefallen. Die vielen kleinen Gartenparzellen, die unterschiedlichen Themen gewidmet sind, sind leider so willkürlich, so ohne Konzept aneinandergereiht, dass es als Besucher schwer ist zu erkennen, was präsentiert werden soll. Von Parzellen mit abstrakt-künstlerischem Anspruch bis zu einfachen Verkaufsflächen reicht das Spektrum.
Solche Ausstellungen funktionieren nur gut, wenn sie von einem Leitthema getragen werden, das sich durch die gesamte Schau zieht, das dann zwar Manches ausschließt, aber dem Besucher hilfreich zur Seite steht.
Was weiters aufgefallen ist, ist der Umstand, dass doch einige Konzepte nicht so aufgegangen sind, wie sie am Reißbrett geplant worden sind. Da stellt sich die Frage, ob ehemaliger Auwaldboden wirklich so ein geeigneter Standort für eine Gartenschau ist, denn so manche Wuchsleistung ist offensichtlich weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
So bleibt das enttäuschende Resümee, für einen Eintrittspreis von fast zehn Euro, nicht wirklich viel geboten bekommen zu haben. Ein Besuch einer der Großgärtnereien im Umfeld von Tulln kommt da deutlich billiger und liefert ähnliche Eindrücke.

Und wenn es schon um Alternativen geht, so kann ich nur einen Besuch im Botanischen Garten der Universität Wien am Rennweg empfehlen. Bei freiem Eintritt bekommt der Gartenfreund unvergleichlich mehr geboten.

Freitag, August 15, 2008

"Fight 278a"

Überraschende öffentliche Stellungnahme

Über die skandalösen Vorgänge um die Verhaftung von zehn Tierschützern hat Almende ja schon mehrfach berichtet. Angeklagt sind sie ja nicht wegen Brandstiftung, Einbruch, Diebstahl oder dergleichen, sondern wegen "Bildung einer kriminellen Organisation" und dieser Straftatbestand findet sich im Strafgesetzbuch unter dem Paragraphen § 278a (->siehe RIS)
Kriminelle Organisation

278a. Wer eine auf längere Zeit angelegte unternehmensähnliche Verbindung einer größeren Zahl von Personen gründet oder sich an einer solchen Verbindung als Mitglied beteiligt (278 Abs. 3),

1. die, wenn auch nicht ausschließlich, auf die wiederkehrende und geplante Begehung schwerwiegender strafbarer Handlungen, die das Leben, die körperliche Unversehrtheit, die Freiheit oder das Vermögen bedrohen, oder schwerwiegender strafbarer Handlungen im Bereich der sexuellen Ausbeutung von Menschen, der Schlepperei oder des unerlaubten Verkehrs mit Kampfmitteln, Kernmaterial und radioaktiven Stoffen, gefährlichen Abfällen, Falschgeld oder Suchtmitteln ausgerichtet ist,

2. die dadurch eine Bereicherung in großem Umfang oder erheblichen Einfluß auf Politik oder Wirtschaft anstrebt und

3. die andere zu korrumpieren oder einzuschüchtern oder sich auf besondere Weise gegen Strafverfolgungsmaßnahmen abzuschirmen sucht, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.
Nicht nur Amnesty International hat diesen Sachverhalt schon kritisiert, auch Politiker haben sich schon dahingehend geäußert, dass dieser Paragraph nicht gegen Tierschützer gedacht war, nur die Staatsanwaltschaft hält daran fest.
Da sagt auch der kritische Menschenverstand, dass da etwas Eigenartiges im Gange ist.

Mittwoch, August 13, 2008

Ein Brief an die MA 46

Vorschläge für eine Änderung der Verkehrslage im äußeren Wiental

Meckern kann jeder und einige der Unzulänglichkeiten, mit denen man als Radfahrer in Wien konfrontiert ist, habe ich ja schon erwähnt.

Also schicke ich in unregelmäßigen Abständen Briefe an die Bezirksverwaltung oder an zuständige Magistratsbateilung. Hier meine letzten Vorschläge an den Wiener Radwegekoordinator:
Guten Tag!

Da ich in die Stadt übersiedelt bin habe ich mein Auto verkauft und bin nun zu Fuß, mit dem Rad oder mit Öffis mobil.
Doch leider fallen mir gerade im Bereich Kennedybrücke und dem angrenzenden Bereich stadtauswärts einige dringend verbesserungswürdige Sachverhalte auf:

-) die Fahrradabstellmöglichkeiten auf der Kennedybrücke sind völlig unzureichend, dabei gäbe es genügend Platz, ja sogar die Möglichkeit überdachte Abstellplätze einzurichten

-) der Radweg stadtauswärts löst sich leider immer dann auf, wenn er am dringendsten benötigt werden würde, und das meist wegen ein paar weniger Parkplätze - der Wientalradweg sollte als Hauptroute durchwegs gefahrlos befahrbar sein

-) aufgrund des hohen Besucherandrangs zum Schlosspark, gerade am Wochenende, wäre eine totale Sperre der Hietzinger Hauptstr. für den Autoverkehr (z.B. Sa, So, von 08:00 bis 18:00) von der Kennedybrücke bis zur Maxingstr. überlegenswert. Das würde die Anreise mit der U-Bahn noch attraktiver machen und den vielen Besuchern, darunter sehr viele Kinder, den Spießrutenlauf zwischen den PKWs ersparen (der lokalen Gastronomie würde das auch zugute kommen).
Ähnliche Sperren für den Autoverkehr gibt es u.a. in Paris.

Und sie wäre ein deutliches Signal für eine neue, energiesparendere Form der Mobilität, die mehr auf Öffis setzt und den Menschen wieder Lebensqualität zurückgibt.

Ich hoffe, dass sie diese Überlegungen zumindest einmal in Betracht ziehen und den Mut finden auch einmal neue Wege einzuschlagen - man könnte es ja zumindest einmal probieren.

Mit freundlichen Grüßen
Dazusagen muss ich, dass der gleiche Brief zuerst an die Bezirksvorstehung geschickt habe, doch die hat mich im wesentlichen an die Magistratsabteilung verwiesen. Ach ja, zwei weitere Radbügel will sie im Bereich der Kennedybrücke aufstellen, sucht aber noch nach Sponsoren.

Sonntag, August 10, 2008

Vom Essen und Trinken

Zweimal Bio-Lebensmittel im Alltag

An einem heißen Tag war ich auf der Suche nach einem Getränk , das den Durst stillen, aber auch etwas Geschmack aufweisen sollte. Spar hat einen sehr guten Natur*pur-Bioeistee, doch auf der Suche danach fielen mir andere Getränke auf -
Biolimo von Vöslauer und für mich neu, Bio-Limonade von Schartner Bombe. So habe ich mich für die Biolimonade Apfel-Birne von Schartner Bombe entschieden, um sie erstmalig zu testen.
Leider hat auch die Biolimonade das gleiche Problem wie alle anderen Limonaden auch - sie sind einfach viel zu süß!
Auch wenn der beigefügte Zucker Biozucker ist und man dadurch die Limonade mit Wasser aufspritzen kann (und muss), wäre für mich wieder einmal weniger mehr gewesen - schade.

Ein regnerischer Samstag Nachmittag und die ganze Welt scheint auf die gleiche Idee gekommen zu sein, wieder einmal bei Ikea einzukaufen.
Dementsprechend groß war dann auch der Andrang im Restaurant. Zur Auswahl gab es auch ein Bio-Schweinsfilet mit Kräuterkruste, Gemüse und Kartoffeln.
Geschmeckt hat es ganz gut, nur habe ich im Gedränge vergessen zu fragen, was denn nun alles an diesem Essen bio sei.
Dass der abschließende Kaffee nun zumindest UTZ-certified ist, zeigt, dass auch große Unternehmen etwas tun und verändern können, wenn sie es nur wollen.

Freitag, August 08, 2008

Notes from Seattle: The Journey of Junk

An epic journey is currently underway in the Pacific Ocean. Two men, Dr. Marcus Eriksen and researcher/filmmaker Joel Paschal, are sailing on a 2,100-mile journey (roughly 3,380 kilometers) from Los Angeles, California, to Hawaii. While this may not exactly sound like an unheard-of voyage, consider the fact that the vessel they are sailing is made of an old airplane body tied down to a raft floating on pontoons made of 15,000 used plastic bottles -- aptly named "Junk."

This adventure is being supported by the Algalita Marine Research Foundation (AMRF), who's goal is to raise awareness about the incredible amount of petroleum-based plastic polluting our seas. The amount of plastic debris currently floating in the world's oceans is approximated to be 3.5 millions tons, and growing each day (have you ever heard of the "Great Pacific Garbage Patch"?).

As of yesterday, the activists had 999 miles to go before reaching Hawaii. Their adventure is being shared via the JUNK blog. Captain Eriksen shares this thought: "We're shooting ourselves in the foot with this disposable culture. We use these things once and throw them away, but there is no such thing as 'away.' Where is 'away?'"

You can help by supporting Junk's adventure, or simply by choosing to carry a reusable bottle and bag with you. While it is not always possible to bring water with you wherever you go (here in Seattle, sporting events and concerts are well known for not allowing outside beverages inside), there are less harmful alternatives available. Products such as Primo bottled water are packaged in material made from corn, rather than petroleum, and can be either recycled or commercially composted. Why not suggest products like these when you see vendors making profits off of plastic?

Donnerstag, August 07, 2008

Gegen ein Vergessen

Noch immer sind zehn Tierschützer in Untersuchungshaft

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Journalistin Cornelia Krebs bedanken. Sie hat in der Ö1 Sendung "Journal-Panorama" das sechste Sommergespräch, mit der Direktorin des Schönbrunner Zoos, Fr. Dr. Dagmar Schratter, geführt, das diesen Mittwoch zu hören gewesen war.
In einem "Gespräch über den Bildungsauftrag von Tiergärten, den Panda-Hype und das Glück oder Unglück von Zoo-Tieren" (-> Hörprobe), hat Cornelia Krebs auch den Mut gefunden, das heikle Thema der zehn inhaftierten Tierschützer anzuschneiden.
Eingeleitet mit dem Hinweis, dass auch der Schönbrunner Tiergarten so seine Probleme mit Tierschützern hat, kam die Frage, ob Tierschützer denn so gefährlich sind, dass man sie einsperren müsse. Die Direktorin musste Stellung beziehen, auch wenn ihr das Thema hörbar unangenehm war.

Nur kurz zur Erinnerung - Ende Mai wurden zehn Tierschützer, nach Hausdurchsuchungen von übereifrigen Polizeispezialeinheiten, verhaftet und sind seither in Untersuchungshaft, ohne, dass ihnen konkrete Straftaten vorgeworfen werden. Das sind jetzt schon über zwei Monate Freiheitsberaubung durch staatliche Stellen. Vor allem die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat sich mittlerweile so in den Fall verstrickt, dass ein Rückzug ohne schwerster Eigenbeschädigung nicht mehr möglich ist. Somit muss nun einfach ein Fall konstruiert werden, auf Teufel komm raus.

Selbst die beiden japanischen Greenpeace-Aktivisten sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß, doch hier in Österreich gehen die Uhren anders. Denn mit den Verhaftungen erfolgte gleich ein massiver materieller Schlag gegen diverse Tierschutzvereine, der mit der Beschlagnahmung von Computern, Dateien, Telefon- und Fotoapparaten und den Verwüstungen die im Zuge der Hausdurchsuchungen von den ermittlenden Polizisten verursacht worden sind, ausgeführt worden ist.
Natürlich wird das vom zuständigen Innenministerium in Abrede gestellt, doch der ehemalige Leiter des Ressorts, der ehemalige Polizist Günther Platter, ist ja mittlerweile wieder als Landeshauptmann nach Tirol "geflüchtet" und damit nicht mehr verantwortlich und seine Nachfolgerin, Maria Fekter, die als Pausenfüllerin bis zur kommenden Wahl herhalten muss, ist mit der Materie nicht vertraut. Eine schwere Enttäuschung ist die Justizministerin Maria Berger, die auch auf mehrfache Anfragen unsererseits, nur mit Schweigen reagiert hat. Anliegen der Staatsbürger dürften für sie keinen Stellenwert haben. Umfassende Infos gibt es unter anderem auf der Homepage des VGT.

Almende wird die Sache weiter aufmerksam verfolgen und ist schon gespannt auf die kommenden Entwicklungen.

Freitag, August 01, 2008

Filmtip - Auf der Suche nach dem Gedächtnis

Ein Portrait eines Forschers, der viel zu berichten hat

Es muss nicht immer Kino unter Sternen sein, denn dieser Film hätte sich die Sterne selbst verdient. Im Votiv-Kino ist zur Zeit noch "Auf der Suche nach dem Gedächtnis" zu sehen und den solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Eric Kandel, der in Wien geborene und in den 30er Jahren notgedrungen nach Amerika ausgewanderte Neurobiologe, wird auf sehr sympathische Weise vorgestellt, sein Leben und seine Forschungstätigkeit, die mit einem Nobelpreis ausgezeichnet worden ist, werden nachgezeichnet und unter anderem wird er auch auf eine Reise nach Wien, zu seinen Wurzeln, begleitet.

Es gibt viele berührende Momente, vor allem wenn seine Erinnerungen an die tragsichen 30er Jahre wachgerufen werden, doch für mich bleibt am beeindruckendsten, dass dieser Mann sein Lachen trotzdem nicht verloren hat. Und wenn er, der hochdekorierte Forscher unumwunden zugibt, in seinem Leben auch viel Glück gehabt zu haben, bleibt er so wohltuend menschlich, was ihn von den vielen anderen, denen ihr Ruhm, ihre Bedeutung zu Kopf gestiegen sind, deutlich unterscheidet.

Ein sehenswerter Film, aber sonst würden wir ihn ja auch nicht vorstellen.